Erfolgreiches Testevent auf der Bussalp
Am vergangenen Wochenende (1./2. März) hat der Schlittel- und Rodelclub Grindelwald zu Testzwecken Rodelrennen auf der Bussalp veranstaltet.
Im Rahmen der Projekte der «Zukunftswerkstatt Alpin Rodeln» sollten bei diesem Anlass neue Rennformate und Sportgeräte für den Naturbahn-Weltcup ausprobiert werden.

Die Besten der Besten des Naturbahnrodelns
Bei schönstem Wetter traten Athletinnen und Athleten aus neun verschiedenen Nationen gegeneinander an. Dies, nachdem die Weltcupsaison bereits am vorhergehenden Wochenende beim Finale in Deutschnofen, Italien, abgeschlossen wurde. Dementsprechend zeigten sich die weltbesten Rodler ungewohnt gelassen und es herrschte heitere Stimmung.
Neben dem Renngeschehen nutzte der Rodelclub die Gelegenheit, Vertretern des internationalen Rodelverbandes FIL und der Zukunftswerkstatt das Schlittelparadies Bussalp vorzustellen. Diese waren von den Präsentationen hellauf begeistert. Die Grindelwalder hätten es nicht nur geschafft, ein tolles Rennen zu organisieren, sie seien der Zukunftswerkstatt sogar ein paar Schritte voraus. Neben der vereisten Rennbahn befand sich ein Slalomhang, wo die Rodler eine neue Disziplin mit grossem Potential testen konnten. Auf der anderen Seite der Anlage befand sich ein Snowtubing-Hügel, wo Kinder – und offenbar auch erwachsene Weltcupathleten – mit Gummireifen runterrutschen konnten. Durch das Bergrestaurant Bussalp, die Schlittenvermietung im Funpark und den Transport durch Grindelwaldbus sei schon fast alles vorhanden, was es für die Bekanntmachung und Verbreitung des Rodelsports brauche. Wenn es nun noch Rodellehrer vor Ort gäbe, wäre die Arbeit der Zukunftswerkstatt in Grindelwald komplett.
Das Schlittel- und Rodelparadies Bussalp könne als Vorbild für weitere Rodelzentren in ganz Europa herangezogen werden.
Die Athleten waren ebenfalls positiv überrascht. Der Standort mit der phantastischen Aussicht auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau sei perfekt geeignet für Anlässe. Da die Schlittelpiste vom Faulhorn direkt an der Rennstrecke vorbeiführt und Rodelbegeisterte mit dem Bus auf die Bussalp fahren können, sei es gut vorstellbar, dass künftig grössere Rennveranstaltungen in Grindelwald stattfinden werden.
Das neue Rennformat Slalom hat ebenfalls Anklang gefunden, wenn auch kleinere Anpassungen noch vorgenommen werden müssen.
Auch die neuen Sportgeräte gingen zwar schon besser zu fahren als vorhergehende Prototypen, doch bestehe ebenfalls Verbesserungspotential.
Über alles gesehen, können aber sowohl die Zukunftswerkstatt als auch der Rodelclub Grindelwald auf ein erfolg- und erkenntnisreiches Wochenende zurückblicken.
